Kirgistan

Unbekanntes Land, unbekannte Kultur, unbekannte Menschen – genau das machte diese Reise nach Kirgistan so besonders. Wir wussten nicht, was uns erwarten würde. Martin und ich reisten mit der Hoffnung an, neue Mixed-Routen zu entdecken und zu klettern. Ein Bergführer-Kollege aus Kirgistan veröffentlicht immer wieder Fotos aus dieser Region. Auf einem dieser Bilder fiel mir sofort ein grosses Dach mit einem diagonalen Riss ins Auge: eine beeindruckende Linie – offensichtlich, markant und anspruchsvoll. Sofort war klar: Das ist unser Ziel.

Hotels gibt es dort im Winter keine. Deshalb übernachteten wir bei einem Ehepaar, das eine kleine Pension führt. Pavel und Irina waren unglaublich herzlich und hilfsbereit. Dank eines Handy-Übersetzers konnten wir uns erstaunlich gut verständigen. Von dort aus brauchten wir ungefähr eine Stunde bis zum Ausgangspunkt unserer Route. Der Zustieg war angenehm und dauerte rund 90 Minuten. Die Temperaturen waren perfekt – um die null Grad.

Für unsere Route benötigten wir insgesamt drei Tage. Ein grosser Unterschied zu anderen Expeditionen war, dass wir diesmal alles selbst dokumentierten. Genau so wollten wir es auch machen – so professionell wie möglich. Einfach war das allerdings nicht. In schwierigem Gelände zu klettern und gleichzeitig die Drohne zu steuern, ist anspruchsvoll. Oder beim Sichern noch die Kamera zu bedienen, ist nicht ganz ungefährlich. Da die Route jedoch nur aus zwei Seillängen bestand, war das überhaupt erst möglich.

Nebenbei kletterten wir in der Region noch einige weitere Routen und entdeckten auch das Land etwas näher.

Den Abschluss unserer Reise machte ein Besuch auf dem grossen Markt in Bischkek.

Martin und ich sind sehr happy mit allem, was wir erleben und umsetzen konnten. Unsere Route ist wirklich etwas ganz Besonderes geworden – und vor allem sind Kirgistan und seine Menschen für uns heute alles andere als unbekannt.

16.-25. Februar 2026/ Martin Echser/ Fotos: Archiv Dani

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